Energie- und Stromsteuer

Voller Spitzenausgleich gewährt

Das Bundeskabinett hat am 11. Januar bestätigt, dass die Unternehmen des produzierenden Gewerbes den notwendigen Zielwert für eine Reduzierung ihrer Energieintensität erreicht haben. 
Grundlage der Kabinettsentscheidung ist erneut der Bericht des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI). Der Zielwert zur Reduktion der Energieintensität beträgt im für das Antragsjahr 2017 maßgeblichen Bezugsjahr 2015 3,9 Prozent gegenüber dem sogenannten Basiswert der jahresdurchschnittlichen Energieintensität in den Jahren 2007 bis 2012. Der Zielwert bezieht sich auf das gesamte Produzierende Gewerbe und wird nicht auf einzelne Unternehmen heruntergebrochen. Das RWI kommt in seinem Bericht zu dem Ergebnis, dass die tatsächliche Reduktion 2015 10,8 Prozent gegenüber dem Basiswert betrug. Der Spitzenausgleich wird somit auch im Jahr 2017 in voller Höhe gewährt.
Der Spitzenausgleich ist seit Anfang 2013 zudem an den unternehmensindividuellen Nachweis besonderer Anstrengungen bei der Reduzierung der Energieintensität gekoppelt: Gemäß § 55 Energiesteuergesetz und § 10 Stromsteuergesetz ist die Einführung und der Betrieb eines Energie- oder Umweltmanagementsystems bzw. eines Energieaudits erforderlich.
Kein Geld verschenken!
Produzierende Unternehmen können auf Antrag beim zuständigen Hauptzollamt (Magdeburg) Steuerermäßigungen oder -befreiungen für Strom und primäre Energieträger nachträglich erstatten. Das Berechnungstool der IHK Lippe berechnet die möglichen Erstattungsansprüche nach den §§ 51 bis 55 Energiesteuergesetz bzw. nach §§ 9 bis 10 Stromsteuergesetz. Ein Merkblatt zur Energie- und Stromsteuerrückerstattung finden Sie hier.
Quelle: DIHK Januar 2017